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Eigenkultur - Fremdkultur. Zivilisationskritisch fundierte Selbstfindung in den literarischen Reisebeschreibungen der Aktivisten Robert Müller und Lajos Kassák

Deréky, Pál (2003) Eigenkultur - Fremdkultur. Zivilisationskritisch fundierte Selbstfindung in den literarischen Reisebeschreibungen der Aktivisten Robert Müller und Lajos Kassák. Hungarian Studies, 17 (1). pp. 157-170. ISSN 0236-6568

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Abstract

Im Jahre 1909 brachen der Wiener Aktivist Rober Müller (1887-1924) und der Budapester Aktivist Lajos Kassák (1887-1967) zu einer jeweils exotischen Reise auf: Müller bereiste die Vereinigten Staaten, Mexiko, sowie einige Länder Mittel- und Südamerikas, Kassák pilgerte nach Paris; er brauchte für seinen Fußmarsch etwa drei Monate. Es war nicht der Geist der Moderne oder der Avantgarde, die er dort suchte - „ich sah Paris und ich sah nichts“, schrieb er später -, es ging ihm, wie auch Müller im Urwald, um die eigene Wiedergeburt als „neuer Mensch“, als Literat mit großer Öffentlichkeitswirkung. Die Berichte beider Ich-Reisen wurden in Wien verlegt, Müllers erschien 1915, Kassáks 1922 (dt. 1923). Müller und Kassák lebten 1920-1924 in derselben Stadt und hatten sicher Kenntis über die Arbeit des jeweils anderen. Dass sie einander nie auch nur mit einem Wort erwähnt haben, liegt daran, dass (vereinfacht gesagt) Kassáks Konzeption der Massenwirksamkeit eine linke war, während die von Müller eher aus Begriffen der rechten Ideologien bestand.

Item Type: Article
Subjects: H Social Sciences / társadalomtudományok > H Social Sciences (General) / társadalomtudomány általában
Depositing User: xFruzsina xPataki
Date Deposited: 22 Jul 2017 10:27
Last Modified: 22 Jul 2017 10:27
URI: http://real.mtak.hu/id/eprint/57071

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